Heston Und Mami Machen Eine Bolognese (Nicht Zu Tomatig)

Dank dem BBC iPlayer kann Elisabeth auch in Österreich die Kochshows meiner britischen favourites verfolgen.
Einer meiner Lieblinge ist Heston Blumenthal, gar nicht so sehr der Rezepte wegen, sondern aufgrund seiner sympathischen Herangehensweise, mit der sich Elisabeth absolut identifizieren kann (eine treffende Bezeichnung dafür wäre vielleicht “methodischer Wahnsinn”).
Die BBC begleitet Heston in einer Folge auf die Suche nach der perfekten Bolognese nach Italien; italienische Mamis, Molekulargastronomie und Hühnerembryonentortellini-Verkostung inklusive. Ergebnis dieser Show war ein großartiges Bologneserezept für Menschen, die gerne mehrere Tage an einem Gericht kochen.

Mamis Herangehensweise an die perfekte Bolognese war diametral entgegengesetzt. Meiner vollkommen objektiven Meinung nach kann sich Heston in diesem Fall seine Bolognese in die Hühnerembryonentortellini stecken. Hier ihre Anleitung, so originalgetreu wiedergegeben wie meine Erinnerung zulässt:

bolognese

“Gleichviel gemischtes Faschiertes wie Packerltomate. [400g] Also zuerst dünstest ein halbes Zwieberl an. Oder ein bissl weniger, wenn der Papa mitisst. Vom Packerl, mein ich.” [Papa und Tomate – schlechte Kombination.]

“Wenn Zwiebel und Knoblauch [welcher Knoblauch? Ahso, eine Zehe. Mit dem Zwieberl mitdünsten. Ok.] ein paar Minuten drin waren, gibst das Faschierte dazu und zerteilst es gut damit’s gleichmäßig wird. Wenn das überall angebraten ist, gibst fein geriebene Karotte dazu, so eine richtig große Handvoll – eher ein bissl weniger, wenn der Papa mitisst.” [Papa und Karotte – schlechte Kombination.]

“Dann gibst das Tomatenpackerl rein, ein bissl Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Oregano, aber pass auf, bei dem Glas erwischt man immer zuviel, kannst ja nachher noch mehr hineintun [nein ich tus jetzt gleich hinein, ich mag halt viel Oregano] und viel Muskat. Deckel drauf, Hitze runter, und köcheln lassen.” [wie lang? Bis es halt fertig ist, ahso. Vielleicht so 20 min? Ok.]

“Zum Schluss ein bissl Schlagobers einrühren, und zwar soviel, bis das Tomatenrot eher orange aussieht. Dann fallt dem Papa auch das Tomatige nicht so auf.”

Faszinierenderweise trotz (versteckter) Tomaten und Karotten eines der Lieblingsessen von Elisabeths Vater – und das muss was heißen.

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