Marillen-Mandeltorte Zum Geburtstag

Elisabeth bäckt nur, wenn Geburtstage anstehen. Und niemals, niemals, würde sie ein Geburtstagstortenrezept einfach für jemandes anderen Geburtstag weiterverwenden, wo bliebe denn da die persönliche Note, die Wertschätzung der Individualität jeder ihrer Freundinnen?! Dann könnte man ja gleich eine perfekte Klontorte aus dem Merkur kaufen gehen. Ne. Völlig egal wie gut die Torte war. Ein Glück also, dass dieses Rezept seine Jungfräulichkeit an einen Umzugsanlass verloren hat. Umzüge stehen Geburtstagen nicht entgegen, vor allem dann nicht, wenn die Umziehende mit Begeisterung und einem seelenvollen Gesicht besagte Umzugstorte mit der Hand aus der Alufolie gegessen hat, weil auf eine Gabel zu warten viel zu lang gedauert hätte, und somit wahrscheinlich absolut nichts gegen eine zweite Begegnung mit besagtem Tortenrezept hätte.

Damit jetzt niemand glaubt Elisabeth ist ihr Bloggerdasein vollends zu Kopfe gestiegen: das großartige Rezept ist nicht meins, sondern dem Jamie Oliver seines und ist dementsprechend untypischerweise nicht geeignet für Kalorienzähler. Was Elisabeth nicht daran gehindert hat, mit mindestens ebenso beseeltem Blick die Teigschüssel auszulecken.

marillen mandel torte roh

Dieses hier noch rohe Kleinod hätte es um ein Haar nicht in die Hände des Geburtstagskinds geschafft, weil Jamie Oliver völlig unvernünftigerweise davon ausgegangen ist, dass ich einen Mürbteig machen, eine Tortenfom damit auslegen und ihn blind backen kann. Nach dem Blindbacken hatte ich eine aufgewölbte, seitlich abgesunkene Scheußlichkeit vor mir, die ich frustriert trotz köstlichen Duftes entsorgen wollte. Glücklicherweise hat Mr. Elisabeth, angelockt von ebendiesem Duft, Erbarmen mit der Scheußlichkeit gezeigt und gemeint, dass es wahrscheinlich alles nicht so schlimm ist, gekaufter Mürbteig schon gar nicht in Frage kommt, und wenn die Fülle drin ist, sieht man’s eh nimmer.

IMG_4411

Lo and behold, er hatte Recht. Ausgesehen hat es traumhaft, geduftet hat es und wir haben das Backrohr gebannter beobachtet als so manche Castingshow.

Die Fülle (Mürbteigrezept gibt’s keins, bin immer noch grantig auf den Mürbteig):
150 g gemahlene Mandeln
150 g Butter (ich hab Joghurtbutter verwendet, bin halt im Herzen doch eine Kalorienzählerin)
140 g Zucker
2 Eier
1 kleine Handvoll Pistazien, ungesalzen, grob gehackt
ein Haucherl Salz und Vanillezucker

Vermischen, in die Mürbteigkruste füllen (nicht zu voll, es geht ein bissl auf), einige Früchte reindrücken (Jamie’s Rezept war mit Pflaumen, ich hatte Marillen, alles kein Thema – alle nicht zu saftigen Früchte sollten funktionieren) und bei 180° ca 45 min backen bis es oben dunkelgoldbraun ist und innen schön saftig.

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