Altwiener Rindssupperl

Knochen sind grauslich, hab ich mir immer gedacht. Rindessa passt eh auch, wenn man Suppe will. Nix da. Überwunden hab ich mich, Rindsknochen und Markknochen gekauft, abgespült und kalt aufgesetzt, um mich in die kulinarischen Höhen zu schwingen in denen die Mama mit ihrem Druckkochtopf voll selbstgemachter Rindssuppe sitzt. Und hört ihr Leute, lasst euch sagen: es ist echt nicht so schwer. Und eigentlich kaum grauslich. Zeit braucht man halt.

Eine Hand voll Rindsknochen, abgewaschen, und 2 Markknochen (die müssen eineinhalb Stunden kochen, dann hat man perfektes glibberiges Mark, das auf getoastetem Schwarzbrot mit ein bissl Salz einfach umwerfend schmeckt) mit einem Liter kaltem Wasser aufsetzen. Eine Zwiebel mit Schale vierteln und ohne Fett dunkelbraun rösten, die Schale muss dranbleiben damit die Suppe eine schöne Farbe annimmt. Die Zwiebel, 1 TL Pfefferkörner und 1 TL Salz zu den Knochen geben, Deckel drauf, aufkochen lassen und dann eine Stunde simmern lassen. Kosten, ob sie salzig genug ist, wenn nicht, nachwürzen. Währenddessen einen Bund Suppengemüse zerkleinern und mit einem frischen Liebstöcklzweigerl hineinwerfen, jetzt noch 1/2 Stunde köcheln lassen. Zum Schluss frischen Schnittlauch drübertun und für besonderen Luxus ein paar Blätter hauchfein gegen die Faser geschnittenes Rindsfilet, die werden durch die warme Suppe gegart. Wer jetzt noch Maggi nimmt, ist ein Trottel.

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